In Spanien werden wir dann doch noch verwöhnt mit Sonne und frühsommerlichen Temperaturen. Wir fahren der Mittelmeerküste entlang nordwärts und geniessen die Zeit mit Velofahren, Strandspaziergängen und der Besichtigung von einzelnen Städten. Und wir erkunden ein neues 'Lieblings-Gebiet': mit der Küste und dem Hinterland zwischen Malaga und Valencia gibt's sicher ein Wiedersehen!
Herausfordernd wird teilweise die Suche nach einem Campingplatz. Die vielen 'Winter-Dauer-Camper' aus Deutschland und Holland sowie die ebenfalls vom Regen in Portugal geflüchteten Reisenden besetzen die Campingplätze.
Sevilla, die Hauptstadt von Andalusien, erkunden wir bequem per Bus von unserem für einmal sehr unkonventionellen Stellplatz (Garage). Wir laufen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ab und geniessen zum Schluss einen feinen Tapas-Znacht.
Aufgrund des Wetters lassen wir den Südwest-Zipfel Spaniens sowie Malaga aus. In Nerja finden wir einen tollen Campingplatz in einer wunderschönen, tropischen Umgebung. Unser Platz liegt direkt unter einem Feigenbaum. Nerja ist uns total sympathisch, was aber unter anderem auch an der Sonne und dem schönen, wilden Strand liegen dürfte. Etwas nördlich von Nerja liegt das weisse Bergdorf Frigiliana. Hier findet man noch die typischen engen und mit Blumen und Verzierungen geschmückten Gassen und weissen Häuser. Und auch die ursprüngliche maurische Struktur des alten Ortskerns ist noch sehr gut erhalten.
Es blüht und der Frühling ist überall. Im Parque Natural de Cabo do Gata-Nijar sind wir sowohl gewandert wie auch Velo gefahren. Ein Highlight war sicher die Velofahrt hinauf zum Mirador de la Granatilla; eine tolle Küsten- und Passstrasse mit wenig Verkehr.
Mojácar liegt auf einer Anhöhe etwas abseits der Küste. Auch hier wunderschön anzusehen: die weiss gekalkten Häuser und die engen Gassen. Der starke Wind hindert uns hier einmal mehr am Velofahren, dafür gibt's einen kleinen Berglauf vor dem Abendessen. Der Besuch des kleinen Ort Bédar im Landesinnere wird uns empfohlen aufgrund der schön geschmückten und bepflanzten Häuser und Gassen. Und dann fahren wir in einen faszinierenden Gegensatz hinein: die Wüste von Tabernas. Sie gilt als die trockenste Gegend auf dem europäischen Kontinent und die erodierte Landschaft erinnert an die 'Badlands' in den USA. Nicht umsonst wurden hier schon unzählige Western-Filme gedreht. Hier erkunden wir die Gegend wieder mit den Velos und geniessen ein 'Auf und Ab' inmitten von Mandel- und Olivenbäumen. Und der 'Little Texas Camping' war sicher eines der Highlights unserer Stellplätze
Alicante hat uns sehr gut gefallen. Die direkte Lage am Meer ist natürlich ein absolutes Plus. Und wenn's dann noch gute Tapas-Bars gibt, was will man mehr...
Im bergigen Hinterland auf rund 300 MüM liegt Benigembla, ein Eldorado für Velofahrer und Wanderer. Schon die kurvige Anfahrt versprach grossen Velogenuss und auf dem Camping Benigembla waren wir definitiv nicht das letzte Mal. Viele Profi-Velo-Mannschaften trainierten hier zu gleicher Zeit und man (bzw. Christa) musste sich an das rasante Überholen dieser Teams erst einmal gewöhnen... Benigembla selber ist ein kleiner, durch viele schöne Wandbilder geprägter Ort. Altea wiederum liegt an der Küste und gilt als einer der schönsten Orte an der Costa Blanca.
L'Albir ist nochmals Basis für eine Velofahrt ins schöne Hinterland. Und Dénia besuchen wir, um diesen Ort auch einmal bei Sonnenschein zu sehen (unsere Ferien hier vor ein paar Jahren waren total verregnet).
Weil es an unserer Strecke liegt und ab dem Campingplatz gut mit dem Zug erreichbar ist, statten wir auch Valencia einen Besuch ab. Auch die drittgrösste Stadt Spaniens hat ihre Reize. Vor allem interessiert uns hier aber der Heilige Gral, der in der Kathedrale ausgestellt ist. Zudem liegt in Valencia das mit einer Fassadenbreite von 107 Zentimetern schmalste Haus Europas und zweitschmalste der Welt.