Unsere Route

Warten, bis Karte sich öffnet (kann einige Sekunden dauern)...

Wir freuen uns auf einen Blog-Eintrag von Euch:

Der Bericht

Calgary - Pincher Creek (09.06.2024 bis 16.06.2024)


Wow, das war vielleicht eine Startwoche. Aber alles der Reihe nach. Bei gutem Wetter sind wir in Calgary losgefahren. Bald merkten wir, es ist ein anderes Losfahren: einerseits starteten wir auf einer Höhe von 1'000 MüM, was kühlere Temperaturen und dünnere Luft als bei den vormaligen Touren bedeutete. Andererseits begrüsste uns in diesen ersten Tagen ein starker West-/Südwestwind, was wir uns eigentlich auch nicht gewöhnt waren 😉. Aber bereits nach zwei Tagen legten wir bei Kirsten und Lyle in Canmore einen ersten Ruhetag ein, besuchten von dort das Städtchen Banff und fuhren mit der Gondel zum Sulphur Mountain hoch. Wir genossen die tolle Gastfreundschaft von Kirsten und Lyle und freuten uns, von ihren unzähligen Veloabenteuern zu hören. Sie rieten uns dann auch, unsere ursprünglich geplante Route anzupassen. Und so fuhren wir wieder 25 Kilometer zurück und von dort über den 2'200 Meter hohen Highwood Pass. Dies ist der höchste, asphaltierte Passübergang Kanadas und war an diesem Tag noch gesperrt für die Autos. Toll! Nachts wurde es richtig kalt. Da auch unser neues Zelt noch keine integrierte Heizung hat, mussten wir auf unsere altbewährte Wärmeunterwäsche zurückgreifen. Drei Grizzly Bären (wovon eines mit einem Jungen) sind wir schon begegnet. Die Moose-Mama mit ihrem Jungen war leider zu schnell weg für ein Foto. Was für Highlights schon in der ersten Woche! Doch dann wurde es ruppig. Wir wollten 120 Kilometer auf ungeteerter Strasse durch das Hinterland fahren. Die ersten rund 60 Kilometern waren noch gut, doch dann hatten die Kanadier die glorreiche Idee, die Strasse neu einzukiesen. Mit unseren schmalen Pneus sanken wir bis fünf Zentimeter tief ein und kamen praktisch nicht mehr vorwärts. Und so war dann Velo schieben angesagt. Zum Glück nahm uns Truckfahrer Derek für rund 60 Kilometer mit. Jetzt geht es weiter auf feinem Asphalt.

Christa

Calgary (06.06.2024 bis 09.06.2024)


Gut geklebt ist die halbe Miete! Und so hat Christa unsere Kartonboxen für die Fahrräder und das Gepäck wieder einmal mit gefühlten zwei Rollen Klebebändern verstärkt. Resultat: Unser Gepäck kam an, wie in Zürich-Kloten aufgegeben. Alles perfekt und ohne Schaden! Somit hätten wir eigentlich die drei Nächte hier in Calgary auf zwei abkürzen können. Da wir aber in zwei Tagen eine Unterkunft in Canmore via warmshowers.org bei einem pensionierten Ehepaar reserviert haben, fahren wir nicht früher los und besichtigen heute nochmals das sympathische Calgary. Die Aussicht vom Calgary Tower war super. Und in der Ferne waren die Rocky Mountains zu sehen, welche wir in ein paar Tagen unter die Räder nehmen werden. Uns wird immer wieder nachgesagt, dass wir nach den geplanten 6'500 Kilometern wohl mit dicken Oberschenkeln nach Hause zurückkehren werden. Wir möchten diesem Mythos auf den Grund gehen und ich habe deshalb den Umfang meines linken Oberschenkels und meines linken Wädlis kurz vor der Abreise gemessen. Resultat: Oberschenkel = 550 mm / Wädli = 360 mm. Was werden wir ihn Washington DC messen? Ihr könnt uns bis Ende August Eure Schätzungen in der Kommentarspalte bekannt geben. Also werft bei den Fotos jeweils einen Blick auf meine Beine. Zu gewinnen gibt es immerhin Ruhm und Ehre!

PS: Den Bauchumfang von Christa haben wir vor Abfahrt auch gemessen, geben diesen aber hier nicht bekannt 😉.

Martin

Vorbereitung und Anreise nach Calgary (bis 06.06.2024)


Ja, schon bald sind wir wieder unterwegs. Und noch einmal wird uns die Route quer durch die USA führen. Wir geben es zu: uns fasziniert die Weite dieses Landes, die schönen National- und Naturparks, die faszinierende Tierwelt, die spontanen und aufgeschlossenen Amerikaner und natürlich die einmaligen Camping-Plätze (die Politik blenden wir aus!). Und das alles kann mit dem Velo erlebt werden... Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass das Zelt neu ist. Und dieses Mal haben wir auch noch eine optionale Route ab St. Louis (Missouri). Sollten wir Lust und die Kraft haben für Berge und Höhenmeter, nehmen wir die Variante südwärts Richtung Great Smoky Mountain National Park und die Appalachen Mountains. Als Vorbereitung hat Martin dieses Mal auch die Wurftechnik geübt, um eine Velotasche 'bärensicher' an einen Baum hängen zu können. Ausprobiert haben wir dies im Wald oberhalb von Bülach und wurden da natürlich gleich von Joggern und Spaziergängern nach dem Grund dieser Übung ausgefragt. Die Kommentare dazu lauteten 'neuer Tarzan?' (das war unser Nachbar Dominik) oder auch 'euch zuschauen ist ja wie im Kino...' oder dann 'vielleicht müsst ihr schon am Morgen mit Werfen anfangen...'. Auf jeden Fall haben wir das Check-In nun hinter uns und freuen uns auf die Reise Morgen nach Calgary.

Christa