Unsere Route

Zelt zeigt unseren letzten Standort:

Der Bericht

Venice Beach, Los Angeles - San Diego (20.09. bis 28.09.2022)


Es ist geschafft! Wir sind glücklich, die USA trotz ein paar Zwischenfällen nun auch von Nord nach Süd mit dem Velo durchfahren zu haben. Seit ein paar Tagen leben wir hier in San Diego in einer kleinen Wohnung und planen die nächsten drei Wochen Mietwagen-Reise. Aber zuerst nochmals einen Blick zurück nach Venice Beach: Martin's Zahn musste tatsächlich raus und bleibt nun in Los Angeles. Das Zahnproblem ist gut überstanden und wir konnten die Reise schon am nächsten Tag fortsetzen. Ein Highlight genossen wir an der Marina von Venice Beach: Seelöwe 'Henry' machte es sich auf einem Motorboot bequem und hat uns über längere Zeit mit seiner ausgedehnten Körperpflege unterhalten. Die Weiterfahrt führte uns auf tollen Radwegen an endlosen Stränden entlang. In der ersten Reihe jeweils Villen, welche wohl nicht allzu günstig zu haben sind. Es fallen aber auch die zahlreichen Bohrtürme auf, die hier entlang der Kalifornischen Küste Oel fördern. Im Doheny State Park treffen wir auf den Amerikaner Paul Webb. Paul, ein ehemaliger Skirennfahrer, hat mit seiner Pensionierung alle materiellen Werte an Wohltätigkeitsorganisationen verschenkt und fährt nun mit seinem Velo im Rahmen eines Charity-Events 3x rund um Nordamerika, total 40'000 Kilometer. Eine erste USA-Umrundung hat er soeben abgeschlossen und rund 11 Monate dafür gebraucht. Die zweite Umrundung startet Ende Oktober. Schon irgendwie crazy, oder…? Wunderschön war der letzte Campingplatz auf dem San Elijo State Beach. Ein toller Strand und Meeresrauschen die ganze Nacht, was will man mehr zum Abschluss. Und dann sind wir in San Diego eingefahren. Eine sehr sympathische, übersichtliche Grossstadt, mit starkem mexikanischen Einfluss. Den Trip an die mexikanische Grenze konnten wir von hieraus bequem und ohne Gepäck mit dem Velo fahren. Faszinierend ist hier auch die Schifffahrt: Viele Navy-Schiffe, grosse Tanker, aber auch Millionen teure Yachten sind hier unterwegs (so haben wir z.B. die M5, den grössten Einmast-Segler der Welt gesehen). Aber gerade so krass sind hier die Gegensätze: Wenige hundert Meter neben den Luxusyachten campieren die Obdachlosen in Zelten auf der Strasse der Stadt. Das ist halt auch Amerika…

Wir sind die nächsten drei Wochen mit einem Auto im Südwesten unterwegs. Wir lassen es derzeit noch offen, ob wir wie bisher wöchentlich berichten oder nach unserer Rückkehr in die Schweiz einen Sammelbericht darüber verfassen. Schaut einfach mal rein zwischendurch…

Herzliche Grüsse aus San Diego

Christa und Martin

Pismo Beach - Venice Beach, Los Angeles (14.09. bis 20.09.2022)


Von den letzten Tagen bleiben uns insbesondere zwei superschöne Campingplätze in Erinnerung, wo wir in der ersten Reihe am Strand übernachten durften. Dabei konnten wir im Refugio State Park während rund zwei Stunden eine ganze Schule von Delfinen beobachten, wie sie gemeinsam ihr Nachtessen jagten. Und wenn dann Christa's Lieblinge im Gegenlicht noch einen Salto mit Schraube in die Luft legten, war unser Glück perfekt. Oder am Strand in Carpinteria haben wir den Sonnenuntergang mit einem Apéro in der Hand auf einer Sanddüne genossen, um etwas später durch das Geräusch der Wellen langsam in den Schlaf gewogen zu werden. Einfach top! Die Küstenstrasse war sehr abwechslungsreich, aber es hatte hier halt auch einmal mehr wieder viel Verkehr. Besonders am Wochenende sind hier viele Ausflügler auf der Strasse unterwegs. Insbesondere der Lärm der grossen Pickups und der laut knatternden Harley-Motorrädern ging uns manchmal durch Mark und Bein, wenn sie uns mit nur wenig seitlicher Distanz überholten. Dann kamen aber auch wieder kilometerlange Radwege, auf denen man die Aussicht auf die Strände und das Meer in vollen Zügen geniessen konnte. Jetzt sind wir in Venice Beach (Los Angeles) angekommen und haben nur noch etwa 280 km bis nach San Diego vor uns. Christa geht es immer besser. Ich muss mich bereits sputen, um die "Rolle" halten zu können 😉. Dafür hat sich bei mir nun ein Zahn gemeldet, der nicht mehr mitmachen will. Ich frage mich schon, was das soll, hatte ich in den letzten 50 Jahren doch noch nie wirklich Probleme mit meinen Beisserchen. Und so gehe ich heute zu einem Zahnarzt hier in Los Angeles und hoffe, dass nicht eine allzu grosse Behandlung ansteht. Auch so kann man die Zeit hier verbringen…

Martin