Unsere Route

Zelt zeigt unseren letzten Standort:

Der Bericht

Cascade Locks - Bend (31.07. bis 05.08.2022)


 

Das Highlight der letzten Tage war zweifelslos die wechselnde Landschaft. Zuerst fuhren wir in Alpiner Landschaft über mehrere Pässe am Mount Hood vorbei. Der Mount Hood ist im Winter ein beliebtes Skigebiet, davon zeugen auch die vielen Tafeln und Hinweise entlang der Strecke ("snow-zone", "chaine-up area here" etc.). Wir haben bis zum Schluss aber nicht wirklich herausgefunden, wo dann die Lifte sind bzw. wie man zu den Pisten kommt. Schön war es, den Berg aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Dann wechselte die Landschaft in eine Prärie über. Ja, ich weiss, ich habe sicher zu viele Winnetou-Filme gesehen und zu viele Karl May-Bücher gelesen. Aber bei dieser wunderschönen Szenerie fühlt man sich einfach in diese Zeiten reinversetzt. Ein weiteres Highlight erlebten wir beim Baden im PGE Pelton Park Campground. Rund 5 Meter neben uns stach ein Fischadler ins Wasser und angelte sich einen Fisch. Das Wetter hat es mit uns Velofahrern bis jetzt sehr, sehr gut gemeint, auch wenn es zwischendurch mal ordentlich warm wurde. Die Kehrseite sind die trockenen Gebiete, die man hier im Staat Oregon sehr gut sieht. Auf der anderen Seite hat es aber auch viele grosse Farmen, die bewässert werden und entsprechend grün sind. Auch führen die Flüsse viel Wasser. Unterwegs haben wir noch Clare getroffen, eine "Forrest-Lady", die den Wald unterhält und auch nach Waldbränden Ausschau hält. Sie hat uns noch eine Webseite empfohlen, auf welcher wir zeitnah die aktiven Brände verfolgen können. Die Waldbrände werden uns in nächster Zeit wohl beschäftigen. In der Nähe unserer Route gibt es bereits einzelne Feuer, bis jetzt aber noch ohne Konsequenzen für unsere Weiterfahrt. Wir bleiben wachsam!

Christa

Belfair State Park - Cascade Locks (23.07. bis 31.07.2022)


Wald, Wald und nochmals Wald. Unsere Route führte uns in den letzten Tagen hauptsächlich durch dichtes Grün. Und das war gut so, denn die Tageshöchsttemperaturen sind von anfänglich rund 17 Grad in Vancouver auf knapp 40 Grad hier in Cascade Locks (OR) gestiegen. Der Wald hat uns dabei nicht nur viel Schatten gespendet, sondern man fühlt auch die Kühle, die er speichert. Auch der anfänglich starke Verkehr und der damit verbundene Lärm hat deutlich abgenommen. Alles läuft super. Dann der erste Schock bei Ankunft im Couger Rock Campground auf halber Höhe des Mount Rainier N.P.: Die Abfahrt auf der anderen Seite des Berges ist gesperrt wegen abgebrochener Strasse. Auch für Radfahrer keine Ausnahme! Und wir haben auf der anderen Seite schon die Campingplätze und Hotels für die nächsten Tage reserviert (grrrrr). Schnell finden wir aber eine Lösung, welche bestens klappt. Statt mit vollem Gepäck über den Pass zu fahren, fahren wir befreit vom Ballast am Morgen früh den Pass hoch und kehren zwei Stunden später auf den Campingplatz zurück, laden das Gepäck wieder auf und fahren zurück an den Eingang des Parks. Über eine alte Verbindungsstrasse, welche sich einem kleinen Fluss nach schlängelt, kommen wir schliesslich am späteren Nachmittag wie geplant in Packwood (WA) an. Alles in Butter, wir sind wieder wie geplant auf der Route. Neben den Wäldern waren die beiden Berge Mount Rainier und Mount St. Helens die Highlights der letzten Tage. Beides sind Vulkane, welche mit ihren weissen Gletschern (Mt. Rainier hat 26 davon) von über 100 km Entfernung gut sichtbar sind. Wie ihr vielleicht wisst, wurde 1980 bei einem Ausbruch die gesamte Nordflanke des Mount St. Helens weggesprengt. Ich empfehle, das gigantische Ereignis einmal im Youtube oder Wikipedia nachzuschlagen! Unser Schweizer Fähnli haben wir immer noch dabei 😉 und dieses hat uns schon zwei, drei Mal mit Leuten in Kontakt gebracht. Allerdings verwechseln immer noch viele Amerikaner die Fahne mit dem Roten Kreuz. Einmal wurde ich auf einem Campingplatz von einer Dame angesteuert, welche sich in den Finger geschnitten hat. Ein anderes Mal wurde uns an einem Veloevent gedankt, dass wir als Freiwillige erste Hilfe leisten würden: Es war so: Mann aussen vor einem Café: "thank you for volunteering". Martin: "what for?". Mann: "for providing first help to the cyclists". Wir haben den guten Herrn dann über unsere Herkunft und unsere Fahne aufgeklärt. Nach unserem ersten Ruhetag heute geht es morgen weiter südwärts. Der Rücken von Christa zwickt immer noch ein wenig. So darf ich fast jeden Morgen und Abend eine kurze Massage verabreichen, was dazu führt, dass es mich zu zwicken beginnt.

Martin

Vancouver - Belfair State Park (18.07. bis 23.07.2022)


 Bei Prachtswetter sind wir von Vancouver losgefahren, ausgerüstet mit wunderbaren Sandwiches von Linda. Martin hat dieses Mal einen Rückspiegel am Velo. Wenn er will, kann er also sehen, wenn ich hinten abfalle 😉. Die Fährüberfahrt nach Nanaimo auf Vancouver Island hat gut geklappt. Schon nach den ersten Kilometern wurden wir von zwei Weisskopf-Seeadlern und einem Geier begrüsst. Was für ein toller Start! Auch die Gelegenheit für erste Campfires haben wir genutzt. Wer weiss, ob dann weiter südlich aufgrund der hohen Temperaturen und der bereits ausgebrochenen Waldbrände nicht Feuer-Verbot herrscht. Auf Vancouver Island sind wir südlich nach Victoria gefahren. Teils über abgelegene, tolle Radwege, teils aber auch auf dem unglaublich stark befahrenen Trans Canada Highway. Wie schade: tolle Landschaft, aber so viel Lärm. Ein Highlight war die Überquerung eines der weltweit grössten, freistehenden Eisenbahnviadukts aus Holz. Die Einreise in die USA bei Port Angeles verlief ruck zuck. Die Zollbeamten hier haben anscheinend gemerkt, dass die Grenzgänger auch mit netten Worten und einem Lächeln begrüsst werden können. In der Zwischenzeit sind wir im Belfair State Park, auf der Halbinsel östlich des Olympic National Park angekommen. Unterwegs haben wir uns von Radfahrern aus Oregon noch inspirieren lassen, als Snack zwischendurch unbedingt einmal Fajitas mit Nutella zu probieren. Das steht nun auf der Einkaufsliste!

Christa

Vancouver (16.07. bis 18.07.2022)


Wir haben erste coole Tage hinter uns. Cool deshalb, weil wir einen problemlosen Flug hatten und das ganze Gepäck und unsere Velos heil angekommen sind, weil das Taxi vom Flughafen zu unserem B&B gegenüber vor drei Jahren nur die Hälfte gekostet hat, weil wir Jenny und Linda, die zwei sympathischen Eigentümerinnen von unserem B&B wieder getroffen haben, weil es in Vancouver nur knapp 20 Grad warm ist, während die Schweiz gerade eine Hitzewelle erlebt, weil wir wieder im Restaurant Cardero's mit Blick auf den Hafen von Vancouver einkehren konnten und weil wir uns natürlich riesig freuen, morgen mit dem Tourenrad Richtung Vancouver Island loszufahren.

Die Stadt Vancouver kennen wir bereits recht gut. Neu entdeckt haben wir heute Nord-Vancouver, welches auf der anderen Seite des grossen Hafens liegt und direkt an die hohen Berge grenzt. In den endlosen Wäldern soll es auch Bären und Pumas geben. Immerhin hat man dies uns mit Hinweis- und Warntafeln so verkauft. Gesehen haben wir natürlich nichts . Aber unsere Reise beginnt ja erst. Was nicht ist, kann ja noch werden...

Martin

Vorbereitung und Anreise nach Vancouver (bis 16.07.2022)


Die Vorfreude ist wieder riesengross! Nach dem TransAm im 2019 und der Velotour nach Wien im 2021 fühlen wir uns wie 'alte Touringhasen'. Gehen wir das Projekt vielleicht etwas zu relaxed an? Kann schon sein, mal sehen. Immerhin haben wir uns aber vorgenommen, etwas weniger an Gepäck mitzunehmen als letztes Mal. Aber irgendwie sehen die Taschen immer noch recht voll aus... Das Check-in ging ruck-zuck, mit unserem vielen Sperrgepäck wurden wir direkt abgefertigt und konnten an der langen Check-in-Schlange vorbeimarschieren. Jetzt hoffen wir, dass der Gepäcktransport ebenso reibungslos verläuft wie das Check-in und wie im 2019. Die Sierra-Cascade-Route hat deutlich mehr Höhenmeter, dafür ist sie aber kürzer als der TransAm. Natürlich starten wir wieder bei Linda und Jenny, den beiden sympathischen Eigentümerinnen von unserem B&B in Vancouver. Und noch etwas nehmen wir aus den Erfahrungen von 2019 mit: Wir sind jetzt mit Visitenkarten ausgerüstet und hoffen natürlich, diese mit vielen neuen Bekanntschaften tauschen zu können. Wie gesagt, wir freuen uns auf die Reise!

Christa

Kommentare

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Kommentare: 8
  • #8

    Judy (Sonntag, 07 August 2022 16:22)

    Ihr Lieben
    Wie schön, dass es euch gut geht und bisher (fast) alles nach Plan gelaufen ist auf eurer „Expedition“!
    Eure Fotos sind wunderschön und die Berichte herrlich -informativ und witzig zugleich! Ich find’s super, auf diese Weise ein bisschen mit euch mitzureisen und den Duft der Weiten � zu schnuppern�.
    Geniesst eure Reise weiterhin und take care.
    Un abbraccio dal Ticino

  • #7

    Kohli (Samstag, 30 Juli 2022 16:50)

    Wunderschöne Fotos, weiter schönes Wetter und gute Fahrt.

  • #6

    Ursula (Samstag, 30 Juli 2022 13:07)

    hello U 2
    Wieder super Mega Fotis die Weisskopf Adler fliegen Euch ja praktisch vor die Kamera�—faszinierend!
    „En guete“ beim geniessen der kulinarischen Delikatesse Tortilla con Nutella � weiterhin viel Spass and keep safe liebe Grüsse Ursula

  • #5

    Kathrin & Renato (Montag, 25 Juli 2022 08:53)

    Hola, super, dass bis jetzt alles so reibungslos geklappt hat! Ja, wenn Profis verreisen ….. �
    Jetzt wünschen wir euch eine fantastische, wunderschöne und interessante Tour Richtung México �� Gebt auf euch Acht! Herzlich grüssen euch
    Kathrin & Renato

  • #4

    Richi & Conny (Mittwoch, 20 Juli 2022 07:30)

    Liebe Freunde
    Toll, dass der Einstieg in euer neues Abenteuer so gut geklappt hat. Geniesst die Kühle im Norden; ab jetzt wird's nur noch wärmer :-) .
    Gute und sichere Reise mit vielen tollen Erlebnissen und natürlich spannenden Reisebereichten.
    Herzliche Grüsse, Richi & Conny

  • #3

    - M - (Dienstag, 19 Juli 2022 11:16)

    Jetzt gehts los! Ich freue mich immer riesig auf die Berichte
    und die Fotos, und reise mit. Hebed Sorg und gueti Ziit.

  • #2

    Doris und Werner (Sonntag, 17 Juli 2022 11:51)

    Dä Start isch glückt, sGepäck isch da, so chan das Abentür jetz losgah.
    Mir wünschäd ganz viel Glück, ä pannälosi Fahrt, nöd zviel Wewehli, kei Muskelkater und wenig Gegäwind, so gahts vorah ganz gschwind.
    Mir freued eus uf Fotene und News vo därä Tour. Ihr wärdäd das schaffä mit bravour��hebäd Sorg�

  • #1

    MarijaFranc (Sonntag, 17 Juli 2022 04:56)

    Ich bin mit Ivan und Tochter Familie zurzeit in Hawaii und nächste Woche Fliegen wir nach Phoenix. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege. Wir sind 22 Tage dann mit Wohnwagen unterwegs. Liebe Grüße Marija